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von Peter Hummel
Kein Witz: Wer im Beruf Spaß hat und viel lacht, ist erfolgreicher. (Bild: clipart.com)
Mit Humor macht der Job mehr Spaß. Ha, ha ...! Aber jetzt mal ganz im Ernst: Wer lustig ist, gewinnt.
Steht ein neuer Mitarbeiter vor dem Reißwolf und weiß nicht, wie das Ding funktioniert. Kommt eine Kollegin vorbei und sagt: "Kann ich Ihnen helfen?" – "Ja, gern." Also nimmt sie seinen Stapel Papiere und schiebt ein Blatt nach dem anderen in den Aktenvernichter. "Das funktioniert ja toll", sagt der Neue, "und wo kommen jetzt die Kopien heraus?"
Ach Gott! Im Berufsalltag braucht man mitunter eine ganze Menge Humor. An manchen Tagen, um nicht an den Kollegen zu verzweifeln, an anderen, um seine eigene Stimmung zu heben. Es gibt aber auch viele Gründe, sich ganz ernsthaft mit dem Thema Humor im Beruf zu beschäftigen. Denn wer Spaß hat und viel lacht, ist erfolgreicher. Das ist das Ergebnis zahlreicher Forschungsergebnisse, die jetzt in dem Buch "Humor im Business – Gewinnen mit Witz uns Esprit" von Albrecht Kresse und Eva Ullmann zusammengetragen wurden. Demnach macht Humor nicht nur gesund und konfliktfähig, sondern ist der beste Karriereförderer.
Aber kann man Witzigkeit trainieren? Ja! Zum Beispiel, indem man ganz bewusst Klischees einsetzt, obwohl man diese im täglichen Business-Leben eigentlich zu bekämpfen versucht. Mit ihnen setzt man sich etwa gegen unfaire Kritik, unangenehme Nörgler und Perfektionisten charmant zur Wehr. Wenn Sie beispielsweise in einem Projekt die Marketingabteilung vertreten, beginnen Sie mit der Feststellung: "Meine Damen und Herren, es ist so, wie es immer ist, die Marketingabteilung ist selbstverständlich für alle Mehrkosten und jede Zeitverschiebung verantwortlich." Damit nimmt man den Kollegen sehr viel Angriffsfläche.
Ein humorvoller Einstieg in eine Präsentation fängt das Publikum vom ersten Augenblick. Denn hier zählt noch immer die Regel: Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance. Vor allem wenn man am Schluss die Anekdote vom Anfang wieder aufgreift, wird die Vortragsweise als angenehm empfunden.
Bei der Auswahl des Witzes gibt es eine Regel: Stellen Sie sich vor, er stünde auf der ersten Seite Ihrer Tageszeitung. Wären Sie stolz darauf oder wäre es ihnen peinlich? Verwenden Sie die Anekdote nur im ersten Fall. Gute Beispiele dafür findet man im Internet unter www.unmoralische.de/irrtum.htm. Viel Spaß bei der Arbeit!
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