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Linderung mit der kleinen Rückenschule von Montag bis Freitag (Foto: clipart.com)

Jeder zweite Arbeitnehmer hat Rückenschmerzen. Schuld daran ist meist einseitige Belastung. Und die Wirtschaftskrise! Deshalb: fünf Anti-Schmerz-Ideen für fünf Arbeitstage

Dass beim Kampf gegen Rückenschmerzen die Wahl des richtigen Bürostuhls und die Position des Bildschirms eine Rolle spielen, wissen wir seit Jahren. Dennoch steigt die Zahl jener kontinuierlich, die über ein Ziehen im Kreuz klagen. Eine Ursache dafür kann unter anderem sogar die Wirtschaftskrise sein. Denn belastet uns etwas, verkrampft die Rückenmuskulatur, was zu Verspannungen, Verhärtungen und schließlich spürbaren Beschwerden führt.

„Seelische Leiden äußern sich meist zuerst in körperlichen Symptomen“, sagt Frank Meiners, Psychologe bei der DAK. „Andererseits lässt sich Stress am Arbeitsplatz nicht völlig vermeiden. Deshalb ist es wichtig, dass jeder für sich genügend Ausgleich sucht.“ Neben flexiblen Arbeitsmodellen und einem guten Betriebsklima bietet die Mittagspause eine Gelegenheit, Abstand zu gewinnen, der Seele etwas Gutes zu tun – und somit dem Rücken (siehe auch Kalender rechts). Tipp: Weil die Kommunikation mit E-Mails nachweislich für den meisten Stress sorgt, empfehlen Rückenexperten, den Posteingang konsequent nur stündlich zu checken.

montag: Lockere Lenden

Sie haben am Wochenende Ihr Jogging-Schwimm-Yoga-Programm absolviert? Wunderbar. Zum Wochenstart ein Bonus für die Lendenwirbel. Funktioniert auch im Zug, sollten Sie Pendler sein, oder im Flugzeug auf Geschäftsreise: Die Hände hinter dem Rücken übereinander legen, dann die Bauch- und Gesäßmuskeln anspannen und Hände und Körper fest an die Lehne drücken. Dabei bewusst atmen. Fünf Wiederholungen.

dienstag: Ein Steh-Tag

Ist Ihnen das auch schon aufgefallen? An Dienstagen kommen die meisten Telefonate rein. Weil am Dienstag all jene anrufen, die uns am Montag noch schonen wollten. Stellen Sie sich deshalb heute bei jedem Telefongespräch bewusst hin und wippen Sie dabei nach vorn, nach hinten, nach links und rechts. Und lassen Sie das Becken kreisen.

mittwoch: Geballte Faust

Wochenmitte. Einiges ist schon geschafft, vieles wartet noch. Zeit, ein bisschen zur Ruhe zu kommen. Schließen Sie für diese Übung die Augen, ballen Sie die linke Hand und halten Sie diese Position für drei Atemzüge. Danach Hand entspannen und sechs Atemzüge ruhig weiteratmen. Dann dieselbe Übung mit der rechten Hand ausführen und im Wechsel wiederholen. Schon nach etwa vier Durchläufen verringert sich der Pulsschlag deutlich.

donnerstag: sich mal hängen lassen

Am besten, Sie schließen die Bürotür, damit niemand irrtümlich denkt, Ihnen sei schlecht. Setzen Sie sich ganz vorn auf die Stuhlkante und rollen Sie den Oberkörper, beginnend mit dem Kopf, Wirbel für Wirbel nach unten. Das Becken wird erst ganz am Schluss gebeugt. Unten angekommen, einige Zeit entspannen, um dann wieder hochzurollen. Zuerst das Becken und zuletzt den Kopf aufrichten.

freitag: Bloß keinen dicken Hals

Nach einer langen, anstrengenden Arbeitswoche ist die Halswirbelsäule oft ein bisschen steif. Aber nicht mehr lange: Legen Sie Ihre Hände auf die Oberschenkel. Drehen Sie den Kopf nach rechts und heben Sie das Kinn an. Atmen Sie dabei ein. Drehen Sie den Kopf nach vorne und beugen Sie ihn nach vorn. Dabei atmen Sie aus. Anschließend das Gleiche nach links. Diese Übung fünfmal wiederholen – und wirklich nur den Kopf bewegen. Schönes Wochenende!

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